Rosenkranz bei deutschen Rechtsextremen

von Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

Barbara Rosenkranz (c) Wikipedia

Die niederösterreichische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Barbara Rosenkranz ist als Referentin beim "Lesertreffen" der deutschen rechtsextremen Zeitschrift Zuerst! angekündigt. Das angesichts zu erwartender Proteste konspirativ ausgerichtete Treffen soll zwischen 6. und 8. März im Raum Sachsen-Anhalt/Thüringen über die Bühne gehen. Im laut Manuel Ochsenreiter (Chefredakteur) und Dietmar Munier (Verleger) "Programm der Superlative" scheinen neben Rosenkranz ("Europa fördern, EU zähmen, Euro stoppen!") Menno Aden, Jan von Flocken, Oberst a. D. Klaus Ulrich Hammel, Akif Pirinçci, James Baque, Alexander Dugin und Walter Post auf. 

Post, in der Vergangenheit Referent bei der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS e. V., der Gesellschaft für freie Publizistik (GfP) und der Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP), ist in rechtsextremen Kreisen als Geschichtsrevisionist ("Kriegsschuldlüge") bekannt. Der esoterische Ex-Faschist Dugin, als "Vordenker der pro-russischen Separatisten" angekündigt, ist Chefideologe der Eurasischen Bewegung und gilt als einer der Chefideologen des pro-russischen Flügels der extremen Rechten Europas. Bacque wiederum machte sich in der Szene um Geschichtsklitterung verdient: In seinem 1989 erschienenes Machwerk Der geplante Tod behauptet er einen beabsichtigten und systematischen Massenmord an deutschen Kriegsgefangenen. (1)

Schließlich heißt es über den Verleger Dietmar Munier auf blick nach rechts: "Er war einst Funktionär der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). In den 70er Jahren gehörte Munier auch der Redaktionsgemeinschaft des 'Deutschen Studenten-Anzeigers' (Herausgeber: Peter Dehoust) an."

(www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/konspiratives-lesertreffen)