Shira Banki- 16-  stirbt nach Messerattacke bei Gay Pride in Jerusalem

Ein schwarzer Tag für Israel

Anat Zetnik, Samuel Laster

 

Shira Banki

"Es ist ein schwarzer Tag für Israel. Wir wollten ein Licht für die Völker sein und haben heute die Dunkelheit ausgestrahlt" so Bildungsminister Naftali Bennett in einer ersten Reaktion auf die Ermordung der 16 jährigen Schülerin Shira Banki in Jerusalem. Vor wenigen Tagen stach ein "frommer" Extremist auf die Teilnehmer der Gay Pride in Jerusalem ein und verletzte dabei drei Personen.

Shira Banki starb nach mehreren Operationen an ihren Verletzungen. Tausende Menschen versammelten sich in Jerusalem im stillen Gedenken, Korrin Allal sang dabei „Shir Leshira“. Kurz nach der Tat hatten Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Präsident Reuven Rivlin ihre Abscheu bekundet und klar gegen Hass und Gewalt Stellung bezogen.

Der "fromme" Extremist hatte schon vor zehn Jahren einen identen Anschlag verübt und sass dafür 10 Jahre im Gefängnis. Die Polizisten die für die Sicherheit der Gay Pride zuständig waren hatten ein Foto des Täters.

Die Opposition in der Knesset fordert deshalb eine Sondersitzung des Parlaments. Am Samstag Abend demonstrierten Zehntausende in Tel Aviv für mehr Toleranz und gegen Gewalt . Bei der Demo kam es zu Pfeifkonzerten und gewalttätigen Zwischenfällen, von denen sich die Veranstalter distanzierten.

Israels Grossrabbiner besuchte die Verletzten im Spital. Die Verurteilung und die Abscheu scheinen in Israel Konsens zu sein.