Präsident Rivlin bei Gedenkzeremonie zu Operation „Fels in der Brandung“

Am Montagabend (06.07.2015) sprach Präsident Reuven Rivlin bei der Gedenkzeremonie für die Soldaten, die während der Operation „Fels in der Brandung“  fielen. Die Zeremonie erinnerte daran, dass die Operation genau vor einem Jahr begann. Auch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Moshe Yaalon hielten während der Zeremonie Reden.

Präsident Rivlin bei der Gedenkveranstaltung (Foto: Amt des Präsidenten)

Präsident Rivlin sagte: „Dies war eine moralische und gerechte Operation, die angebracht war für einen souveränen Staat, der dazu angehalten ist, seine Bürger zu verteidigen. In den Wochen vor der Operation wurden jeden Tag Raketen abgefeuert auf die Bewohner des Südens und die Städte an der Front. Kinder, Frauen, alte Menschen und Männer wurden von Schockwellen und schrillen Todesdrohungen erfasst. Terror-Tunnel wurden unter Kindergärten und Cafes, in eindeutig zivilen Gegenden, gegraben mit dem Ziel, Menschen zu ermorden, die einfach nur ihre Felder bebauen, einen Obstgarten pflanzen und ein Haus errichten wollten“.

Der Präsident erklärte, dass es ein Jahr nach der Operation noch immer viele Menschen gäbe, für die der Krieg noch nicht geendet habe. Darunter seien jene, die verwundet wurden und in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren noch mit ihren Verletzungen ringen und die vielen Familien, die um ihre verlorenen Lieben trauern. Der Präsident betonte: „Daher ist auch die Mission des Staates Israel noch nicht erfüllt. Wir erwarten noch immer die Rückkehr unserer zwei Söhne, Oberfeldwebel Oron Shaul und Leutnant Hadar Goldin. Wir werden nicht ruhen, ehe wir sie zum Begräbnis nach Israel überführt haben.

Der Präsident sprach über die jüngsten Raketenangriffe auf die Gemeinden im Süden und die Welle des Terrorismus in den letzten Wochen. Er sagte: „Wir sind kein Volk des Krieges, aber wenn man uns zwingt, Waffen anzulegen, um unsere Grenzen und Existenz zu verteidigen, dann werden wir nicht zögern, dies zu tun. Der Staat Israel kann nicht weiterhin von einem Feind, der vom Zentrum seiner Zivilbevölkerung heraus operiert, als Geisel gehalten werden – von einem Feind, der Menschenrechte nicht respektiert, der das menschliche Leben nicht respektiert, der das Völkerrecht und die Demokratie verachtet.“

Er fügte schließlich hinzu: „Der nächste Konflikt wird sogar schwerer als der letzte sein. Es ist klar, dass uns solch ein Konflikt eine wichtige und schwierige Entscheidung abverlangen wird. Und die Bewohner und Führer des Gazastreifens müssen eins verstehen: Der Staat Israel wird keine Situation akzeptieren, in der unsere blühenden Städte – die Getreidespeicher des Staates Israel, auf die wir so stolz sind – Ziel von wiederholten und anhaltenden Angriffen sind. Wir werden weder einzelne Raketen in Folge, noch einen Feuerregen, noch eine Feuerwelle akzeptieren. Wenn Sderot, Nahal Oz, Nir Banim, Aschdod und Aschkelon nicht beschossen werden, dann wird auch der Gazastreifen nicht beschossen werden. Der Wiederaufbau von Gaza ist im Interesse Israels mit der einzigen Bedingung, dass Gaza aufhören muss, eine Front zu sein, von der aus zu jedem möglichen Zeitpunkt Angriffe gegen Israel verübt werden. Nur die Beseitigung des Terrors wird dem Tod von Unschuldigen auf beiden Seiten ein Ende bereiten.

(Büro des Präsidenten, 06.07.2015)