Neues aus Israel und dem Gazastreifen - Tag 10 der Operation "Fels in der Brandung"

 UPDATE: Nach zehn Tagen der Hamas-Angriffe gegen Israel und nach wiederholter Ablehnung von Angeboten an die Hamas die Situation zu entschärfen, hat die israelische Armee eine neue Phase der Operation "Fels in der Brandung" gestartet. Die Mission der großen Bodenoffensive ist die Zerstörung der Hamas-Tunnel, die unterhalb der Israel-Gaza-Grenze verlaufen und es ermöglichen Terroristen nach Israel zu schmuggeln um dort Angriffe zu starten. Die Bodenoffensive soll die Möglichkeiten der Hamas Israel anzugreifen verringern.

Live Updates: http://www.idfblog.com/blog/2014/07/18/live-updates-ground-operation-gaza/

 

Soldaten bereiten sich auf die Bodenoffensive vor

 Israel kam heute der Bitte der UNO nach einer humanitären Waffenruhe nach. Von 9 Uhr bis 14 Uhr (MESZ) setzten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) ihre Militäroperation aus. Die Waffenruhe sollte der Zivilbevölkerung im Gazastreifen Zeit geben, sich mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. In diesem Zeitraum initiierten die ZAHAL keine Militäroperationen im Gazastreifen, waren im Falle eines Angriffes gegen Israel zur Reaktion bereit. 

 

Haus in Ashkelon nach einem Raketeneinschlag (Foto: MFA)

Am frühen Donnerstagmorgen (17.07.), nur wenige Stunden vor Beginn der humanitären Feuerpause, verhinderten die ZAHAL einen Anschlag durch etwa 13 Terroristen der Hamas, die über einen Tunnel in israelisches Gebiet eindringen wollten. 

Der Tunnel führte vom südlichen Gazastreifen in Richtung des Kibbutz Sufa, nahe des Grenzüberganges Kerem, über den die humanitären Hilfsgüter in den Gazastreifen transportiert werden. Die Terroristen konnten rechtzeitig aufgehalten und ein mutmaßlich verheerender Anschlag verhindert werden. 

Armeesprecher Brigadegeneral Moti Almoz sagte gegenüber dem israelischen Fernsehkanal Channel 2: „Wir wussten von der Existenz dieses Tunnels und wir wussten auch, dass die Hamas versuchen würde, auf diesem Weg einen Anschlag zu verüben. (…) Der Raketenhagel auf Zentralisrael vor einer Stunde, kurz vor dem Beginn der Feuerpause, sollte den Anschlag decken.“ 

Die ZAHAL haben in den letzten Tagen mehrere Anschlagsversuche abgewendet, darunter zwei Versuche von Tauchern der Hamas, in der Nähe des Kibbutz Zikim nach Israel einzudringen. 

Am Dienstag (15.07.) wurde ein israelischer Zivilist in der Nähe des Grenzübergangs Erez durch einen direkten Mörserbeschuss von Terroristen aus dem Gazastreifen getötet, als er den Soldaten dort Essen bringen wollte. 

Dror Hanin war 37 Jahre alt und kam aus Beit Aryeh. Er hinterlässt drei Kinder. Der Grenzübergang Erez dient als Übergang für humanitäre Hilfsgüter aus Israel in den Gazastreifen. 

Seit dem Beginn der Operation „Schutzlinie“ wurden mindestens 1350 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen, von denen 1027 Israel trafen, und etwa 265 durch das Abwehrsystem „Eisenkuppel“ abgefangen wurden. Mehr als 100 Raketen gingen auf dem Gebiet des Gazastreifens selbst nieder. Für die überwiegende Mehrheit der Abschüsse hat die Hamas Verantwortung übernommen, auch für jene, die südlich von Haifa, in Dimona, Jerusalem und Tel Aviv niedergingen. 

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) griffen im Gegenzug über 1872 terroristische Ziele im Gazastreifen an, sowohl aus der Luft, als auch von See. Ziele der ZAHAL sind Führungseinrichtungen der Hamas, Terror- und Schmugglertunnel, Kampf- und Trainingszentren und Kommunikationszentralen. 

(Außenministerium des Staates Israel, 17.07.14)