Operation "Fels in der Brandung" - Update 21.07

Ein Rückblick auf das vergangene Wochenende, über die Ereignisse in Sejaiya und über geleistete humanitäre Hilfe

Seit Beginn der Bodenoffensive im Rahmen der Operation „Schutzlinie“ wurden 18 Soldaten und ein israelischer Zivilist getötet. 65 weitere Soldaten wurden mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Allein in der Nacht zum Sonntag (20.07.) wurden 13 Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) getötet, davon sieben bei einem Sprengstoffanschlag auf ein gepanzertes Fahrzeug, drei durch Beschuss von Hamas-Terroristen, und drei weitere Soldaten, die in einem brennenden Gebäude gefangen waren.

Das Hauptziel der Bodenoffensive sind die zahllosen Tunnel, die die Hamas als Verbindung zwischen dem Gazastreifen und Israel angelegt hat, um mit ihrer Hilfe Anschläge gegen israelische Zivilisten zu verüben und um Waffen und Sprengstoff zu schmuggeln. Soldaten der ZAHAL haben Dutzende Tunnel im Gazastreifen entdeckt und zerstört. Der Einstieg zu vielen von ihnen befand sich in Wohngebieten oder sogar Wohnhäusern. Einer der Tunnel war 1,2 Kilometer lang. 

Seit Beginn der Bodenoffensive versuchten Hamas-Terroristen mehrfach, durch die Tunnel nach Israel einzudringen. Bei einem dieser Versuche wurden zwei Soldaten der ZAHAL auf israelischem Gebiet getötet. Die Angreifer trugen Uniformen der ZAHAL. 

Seit vergangenem Donnerstag wurden 443 Raketen auf Israel geschossen. Seit dem 8. Juli wurden mindestens 1820 Raketen auf Israel abgefeuert. 1400 Raketen schlugen in Israel ein, 376 von ihnen wurden durch die Raketenabwehr "Eisenkuppel" abgefangen. 

 
Zu den Ereignissen in Sejaiya 
 

Die Gegend um Sejaiya im nördlichen Gazastreifen ist eine der Hochburgen der Hamas und dient als zentraler Abschussbereich für Raketen, die auf israelische Zivilisten gerichtet sind. Darüber hinaus befinden sich dort riesige Raketenlager und Stätten für Waffenproduktion. 

 

Schätzungsweise zehn Terror-Tunnel, die auf israelisches Gebiet führen, wurden in Sejaiya gebaut, um Anschläge gegen israelische Zivilisten zu verüben.

Die Hamas hat ihre Terror-Infrastruktur gezielt mitten in die dicht besiedelten Wohngebiete Sejaiyas gebaut. Sie verletzt damit zahlreiche Vereinbarungen des internationalen Rechts, darunter Artikel 58 des Zusatzprotokolls 1 der Genfer Konventionen, der verbietet, militärische Ziele „innerhalb oder in der Nähe dicht bevölkerter Gebiete“ anzulegen. 

Vor Beginn ihrer Operation in der Nähe Sejaiyas unternahmen die Verteidigungsstreitkräfte extensive Bemühungen, um unbeteiligte Zivilisten in der Nachbarschaft zu warnen. Die Warnungen wurden im Verlauf der vergangenen drei Tage wiederholt durch den Einsatz von Flugblättern, durch Telefonanrufe und durch Mitteilungen in den arabischen Medien verbreitet. Israel forderte die Zivilbevölkerung von Sejaiya auf, die Nachbarschaft zu räumen und zu ihrer eigenen Sicherheit in festgelegte Gegenden zu ziehen. 

Die Hamas hindert die Bevölkerung daran, die Nachbarschaft zu verlassen. Sie missbraucht die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde, um ihre eigenen Terroristen und deren illegale Aktivitäten zu schützen. Nach wie vor ruft die Hamas die Bevölkerung in den Moscheen, in den Straßen und in den Medien dazu auf, in der Gegend zu bleiben. 

Diese Maßnahmen der Hamas verstoßen eindeutig gegen die Gesetze zum Verhalten in bewaffneten Konflikten, beispielsweise gegen Artikel 51(7) des Zusatzprotokolls: „Die am Konflikt beteiligten Parteien dürfen Bewegungen der Zivilbevölkerung oder einzelner Zivilpersonen nicht zu dem Zweck lenken, militärische Ziele vor Angriffen abzuschirmen oder Kriegshandlungen zu decken.“ 

Aus humanitären Gründen hat Israel am Sonntag (20.07.), von 13:30-15:30 Uhr eine zweistündige Feuerpause in der Gegend von Sejaiya eingeräumt. Die Hamas beschoss bereits kurz nach Beginn der Feuerpause wieder Israel und gefährdete so die Leben der Menschen in Sejaiya. Trotzdem verlängerte Israel die Feuerpause um zwei weitere Stunden bis 17:30 Uhr. 

Auch in diesen Stunden rief Israel die Bevölkerung dazu auf, die Gegend zu verlassen und sich in Richtung Westen nach Gaza-Stadt, unterhalb der Salah a-Din-Route, zu begeben. Israel bedauert den Tod unschuldiger Zivilisten zutiefst. Die Verantwortung für die Schäden in Sejaiya und das Leiden der Zivilbevölkerung dort trägt allein die Hamas, die dort ihre Raketen und andere Militärziele eingerichtet hat und die darüber hinaus die Menschen zum Bleiben auffordert, um sie als Schutzschilde zu missbrauchen. Dies sind Kriegsverbrechen und Verletzungen grundlegender moralischer Gesetze, die von allen Menschen mit Gewissen eingehalten werden sollten. 

 
Humanitäre Hilfe Israels seit Beginn der Operation  

Grenzübergang Kerem Shalom: Seit dem 8. Juli sind 673 Lastwagen mit Lebensmitteln, Medizin und medizinischer Ausrüstung von Israel in den Gazastreifen überführt worden. 


Am 19. Juli war der Grenzübergang wegen der Angriffe der Hamas geschlossen. Fünf Lastwagen mit 100 Tonnen Medizin und medizinischen Versorgungsgütern (Antibiotika, Erste-Hilfe-Pakete etc.) gelangten daher über den Grenzübergang Erez in den Gazastreifen.

Seit Beginn der Operation „Schutzlinie“ (8. Juli) wurden folgende Güter für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen überführt: 

• 2,8 Millionen Liter Diesel für das Kraftwerk im Gazastreifen 
• 1,4 Millionen Liter Benzin 
• 304.000 Liter Benzol 
• 1084 Tonnen Gas für den Haushaltsbedarf 

Grenzübergang Erez: Seit Beginn der Militäroperation sind 1272 Palästinenser und Menschen anderer Nationalitäten über den Grenzübergang Erez nach Israel gelangt. Bislang hat Israel 27 Mal den Austausch von Patienten und medizinischem Personal koordiniert – hauptsächlich vom Gazastreifen nach Israel (58 palästinensische Patienten wurden in israelischen Krankenhäusern stationär behandelt) und Jordanien. Der Austausch fand aber auch in die andere Richtung statt. 247 jordanische Feldlazarett-Mitarbeiter sind in den Gazastreifen eingereist, um ihre Kollegen abzulösen. 1000 Blutkonserveneinheiten aus Jordanien und dem Roten Kreuz wurden in den Gazastreifen überführt. 

Am Sonntag (20. Juli) eröffnete Israel ein Feldlazarett nahe des Grenzübergangs Erez auf israelischem Gebiet, um verwundete und kranke Palästinenser zu versorgen. 

Seit Beginn der Militäroperation hat Israel 24 infrastrukturelle Reparaturarbeiten durchgeführt: 10 Elektroreparaturen, 10 Reparaturen von Wasserleitungen, 2 Abwasserreparaturen, 2 Reparaturen von Telekommunikationsanlagen. Am Freitag (18. Juli) wurden zwei Hochspannungsleitungen, über die Strom aus Israel in den nördlichen Gazastreifen transportiert wird, repariert, trotz der Gefahren, denen die Mitarbeiter der Israelischen Elektrizitätswerke durch Hamas-Raketenbeschuss in dem Gebiet ausgesetzt waren. Die zwei Leitungen versorgen ca. 40.000 Menschen im Gazastreifen mit insgesamt 25 Mega-Watt Strom. 

(ZAHAL/Außenministerium des Staates Israel, 20./21.07.14)