Ministerpräsident Netanyahu trifft US-Außenminister Kerry

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und US-Außenminister John Kerry haben sich am Dienstag, den 24. November, im Büro des Ministerpräsidenten in Jerusalem getroffen.

Zuvor sagte der Ministerpräsident:

"Guten Morgen, John. Ich möchte Sie erneut in Jerusalem begrüßen. Sie sind ein Freund bei unserem gemeinsamen Anliegen, die Stabilität, Sicherheit und den Frieden wiederherzustellen. Es kann keinen Frieden geben, während wir einen Ansturm des Terrors haben – nicht hier und nirgendwo sonst auf der Welt, wo es diese Terrorangriffe von militanten Islamisten und Terrorkräften gibt.

Israel bekämpft diese Kräfte in jeder Stunde. Wir kämpfen direkt gegen diese Terroristen; wir kämpfen ebenfalls gegen die Quellen der Aufhetzung. Und wir glauben, dass die gesamte internationale Gemeinschaft uns in diesem Ziel unterstützen sollte. Es ist nicht nur unser Kampf, sondern es ist der Kampf von jedem. Es ist der Kampf der Zivilisation gegen die Barbarei.Herzlich Willkommen, John.“

 

Netanyahu und Kerry (Foto: GPO)

US-Außenminister John Kerry sagte:

"Danke. Herr Ministerpräsident, Bibi, danke, dass Sie mich hier willkommen heißen. Ich bin froh, dass ich wieder hier in Jerusalem bin, zurück in Israel, auch wenn ich zu einer Zeit zurückkehre, die, wie der Ministerpräsident bereits sagte, eine sehr unruhige ist. Klar ist, dass kein Volk irgendwo auf der Welt mit täglicher Gewalt leben sollte, mit Angriffen auf der Straße, die mit Scheren, Messern oder Autos durchgeführt werden. Und es ist uns sehr klar, dass der Terrorismus, dass diese Terrorakte, die hier geschehen sind, es verdienen, verurteilt zu werden, so wie es gerade auch passiert. Heute habe geäußert, dass ich jeglichen Terrorakt absolut verurteile, der unschuldige Leben nimmt und das alltägliche Leben einer Nation unterbricht.

Israel hat jedes Recht der Welt, sich selbst zu verteidigen. Es hat die Verpflichtung, sich selbst zu verteidigen. Israel wird dies tun und tut dies. Unsere Gedanken und Gebete sind mit den unschuldigen Menschen, die in diesem Prozess verwundet wurden. Ich weiß, dass gestern ein Soldat ermordet wurde, und unsere Gedanken und Gebete sind mit seiner Familie und denen, die verwundet wurden und deren Familien. Bedauerlicherweise wurden im Laufe der letzten Wochen auch einige Amerikaner getötet. Erst gestern sprach ich mit der Familie von Ezra Schwartz aus Massachusetts, einem jungen Mann, der nach seinem Highschool-Abschluss hierher kam, bereit für das College, aufgeregt auf seine Zukunft. Gestern saß seine Familie Shiva und ich sprach mit ihnen und habe mir ihre Gefühle angehört – es sind die Gefühle von jeden Eltern, die ein Kind verloren haben.

So bin ich heute hier, um mit dem Ministerpräsidenten darüber zu sprechen, wie wir alle – die internationale Gemeinschaft – zusammenarbeiten können, um den Terror zurückzudrängen, um die sinnlose Gewalt zurückzudrängen, um einen Weg zu finden, die Ruhe wiederherzustellen, und um anzufangen, die Chancen zu schaffen, die vernünftige Menschen in allen Teilen der Welt für sich und ihre Familien suchen.

Wir müssen uns über viel unterhalten. Es passiert sehr viel in der Region. Dazu kommen die Ereignisse, die hier in Israel geschehen. Wir sind sehr besorgt über Syrien, über Daesh, über die Unruhe in der Region. Wir haben alle ein Interesse – es ist unnötig dies zu betonen – an einer Zusammenarbeit gegen diesen Ausbruch der Gewalt, die das tägliche Leben zu vieler Nationen zu stark unterbricht.

Deshalb, Herr Ministerpräsident: Danke, dass Sie mich willkommen heißen. Ich bin froh, zurück zu sein, um unsere Zusammenarbeit in diesen Fragen fortzusetzen, und danke für Ihren immer großzügigen Empfang".

(Medienberater des Ministerpräsidenten, 24.11.2015)