„Wir werden die Macht verlieren“

Im Likud geht’s am Tag nach der Wahl Rivlins zum Präsidenten hoch her

von Samuel Laster

Gestern Abend traf „Bibi“ Netanyahu „Rubi“ Rivlin, der von der Knesset zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Der Nachfolger von Shimon Peres könnte politisch unscheinbarer nicht sein. Ein Vertreter des rechten Flügels, der sich präsidial gab bevor er es wurde. Der Likud hat ein ähnliches Problem.

"Bibi" und "Rubi" (c) GPO

Nafatli Benett nagt von rechts, Yair Lapid in der Mitte und „Yvette“ Liebermann intern. Der Likud ist „wirtschaftsliberal“ und unternehmerfreundlich. Die Arbeiterpartei Avoda liegt am Boden,  das ist für den Likud eine Art „Glücksfall“.  Ist die „Privatisierung“ eigentlich Zerschlagung des öffentlich- rechtlichen Rundfunks der einzige grosse Wurf des Likud?. Wie lange noch „Bibi“?

Bibi and Friends

Wer ist sein Kronprinz? Ist es sein Lieblingspudel Erdan oder Yuval Steinitz? Gideon Saar, Zeev Elkin und Chaim Katz sind die Gewinner, Netanyahu und seine Gefolgsleute die grossen Verlierer der gestrigen Wahl. Der Likud steht wieder mal vor dem Abgrund, verstand es aber immer wieder sich neu zu erfinden. So wie sein Chef Netanyahu.  Für Grabreden und Blumenspenden an die Hinterbliebenen ist es wohl noch zu früh.