Benjamin Netanyahu: "Terror ist das Resultat des Wunsches, uns zu zerstören".

Bei der Eröffnung der Wintersaison des israelischen Parlaments (Knesset) sprach Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Montag.

Benjamin Netanyahu vor der Knesset (c) Knessetsprecher.

Er sagte unter anderem Folgendes:

"Es gab terroristische Angriffe vor und nach der Staatsgründung, vor und nach dem Sechs-Tage-Krieg, auf dem Höhepunkt des Friedensprozesses und als der Friedensprozess beendet wurde. Ein für alle Mal muss man verstehen: Terror resultiert nicht aus Frustration über den mangelnden Fortschritt beim politischen Prozess. Terror ist das Resultat des Wunsches, uns zu zerstören. Dies war die Motivation für Terrorismus in den frühen Tagen des Zionismus sowie auch heute.

Nach dem Beginn des Friedensprozesses in Oslo, Mitte der 1990er-Jahre, und Anfang des neuen Jahrtausends, wurden mehr als 1000 Israelis bei Selbstmordattentaten und in Bussen, die explodierten, getötet. Selbstmordterror hat uns damals nicht bezwungen und der Terror der Messerangriffe wird uns heute nicht besiegen. Was uns jedes Mal gewinnen lässt, ist die Erkenntnis, dass dies unser Zuhause, unser Heimatland ist.

Was uns bestehen lässt ist unser Lebenswille, der den Wunsch unserer Feinde, zu sterben, überkommt. Den Feinden Israels sage ich: Sie werden keinen Erfolg dabei haben, den Staat Israel zu zerstören. Sie können den Zionismus nicht besiegen.

Liebe Knessetmitglieder, dies ist nicht das erste Mal, dass unsere Feinde trügerische Propaganda über den Tempelberg benutzt haben, um Aufstände anzustiften. Mein verstorbener Großvater kam 1920 im Land Israel an. Im selben Jahr behauptete Mufti Hajj Amin al-Husseini, dass die Juden eine Überraschung planen würden. Er sagte, die Juden würden planen „die Kontrolle über den Tempelberg zu übernehmen und die Moscheen zu zerstören“. Diese Lüge wird heutzutage wiederholt. [...]

Husseinis Nachfolger behaupten heute arrogant, dass die Juden überhaupt keine Verbindung zum Tempelberg hätten. Sie wiederholen ständig, dass wir beabsichtigen, die al-Aksa-Moschee zu zerstören oder den Status-Quo auf dem Tempelberg zu ändern. Dies ist eine absolute Lüge.

Das komplette Gegenteil ist der Fall: Wir verpflichten uns dazu, den Status-Quo auf dem Tempelberg zu erhalten. Wir schützen die heiligen Stätten aller Religionen. Verehrte Knessetmitglieder, gäbe es Israel nicht, würden radikale islamistische Extremisten hierhin kommen und diese heiligen Orte und historischen Kulturerbestätten zerstören – auf dem Tempelberg, in Jerusalem – wie sie es im ganzen Nahen Osten machen. Wir sind diejenigen, die die heiligen Orte aller Religionen auf dem Tempelberg und in ganz Jerusalem schützen. [...]".

(Außenministerium, 12.10.15)