Ministerpräsident Netanyahu auf der Expo in Mailand

Am Donnerstag (27. August) besuchte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Expo in Mailand. Das Thema der Weltausstellung lautet in diesem Jahr: "Den Planeten ernähren, Energie für das Leben".

Netanyahu bei der Expo (Bild: GPO) 

Der israelische Pavillon stellt den Besuchern technologische Entwicklungen und innovative Systeme vor, die in Israel täglich benutzt werden. Der gesamte Pavillon ist umweltfreundlich und recycelbar. Die vertikalen "Felder von morgen" am Gebäude symbolisieren unter anderem, wie Israel die Herausforderungen gemeistert hat, felsiges Land zu kultivieren, in der Wüste Gemüse anzubauen, neue Methoden der Bewässerung zu entwickeln und die Qualität der Samen zu verbessern.

Ministerpräsident Netanyahu erklärte unter anderem:

"Herr Minister Martina, ich habe gesagt, dass ich als Israeli sehr stolz bin, hier zu sein, da wir dazu beitragen, die Vorhersagen von Malthus zu widerlegen. Malthus sagte im 18. Jahrhundert, dass die Bevölkerung der Welt aussterben würde wegen dem unabänderlichen Missverhältnis zwischen der Bevölkerungszahl und der Nahrung, die zur Verfügung steht.

Offensichtlich hat die Wissenschaft diese These widerlegt. Israel war in diesem Bereich in den letzten 70 Jahren und sogar schon vor der Gründung unseres Staates weltweit ein Pionier. Wir haben riesige Schritte in der Tröpfchenbewässerung und in der Entsalzung gemacht. Wir stehen weltweit an der Spitze, was das Recyceln von Abwasser angeht. Wir recyceln rund 80% unseres Abwassers. […]

Unsere Bevölkerung ist zehn Mal so groß als zur Gründung des Staates Israel vor 67 Jahren und die Regenfälle haben um die Hälfte abgenommen. Doch mithilfe von unseren Technologien können wir den Wassermangel ausgleichen. Wir tun unseren Teil, um dieses Wissen mit Menschen auf der ganzen Welt zu teilen, damit diese Menschen mehr Wasser haben können, damit sie Ernten einholen können, damit ihre Kühe mehr Milch produzieren können und damit sie viele andere Dinge haben können, die die Lebenssituation der Menschheit verbessern. […]

Israel und Italien kooperieren heute in einem afrikanischen Land, um dort die Landwirtschaft zu verbessern. Wieso nur in einem? Wieso nicht in zwanzig? oder in dreißig? Wenn wir unsere Ressourcen, unser Wissen und unsere Technologien vereinen, können wir sehr vielen afrikanischen Ländern helfen, nicht nur eine bessere Landwirtschaft, sondern auch ein besseres Leben zu erlangen. Dies ist eines der Hauptthemen, dass ich mit Ministerpräsident Renzi bei diesem Besuch besprechen werde. […]"

(Medienberater des Ministerpräsidenten, 27.08.15)