„Der Antisemitismus, so dachte ich, sei in Auschwitz gestorben. Dann fand ich heraus, dass nur die Juden in Auschwitz gestorben sind. Der Antisemitismus dagegen ist immer noch lebendig.“ Elie Wiesel

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 70. Mal. Die Schweizer Juden gedenken an diesem Tag der Opfer des Holocaust und warnen vor neuem Rassismus und Antisemitismus.

 

Vor 70 Jahren wurde Auschwitz befreit. Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz (PLJS) gedenken an diesem Tag der sechs Millionen Opfer des Holocaust.

 

Die beiden Dachverbände nehmen diesen Tag zum Anlass, um auf den aktuellen gewalttätigen Hass gegen Juden und Andersdenkende aufmerksam zu machen. Dass dieser nicht nur Geschichte, sondern heute noch Realität ist, zeigen die Anschlägen in Frankreich, wo Menschen aus dem einzigen Grund getötet wurden, weil sie Juden waren oder ihre Meinung frei geäussert haben. Auch wenn die Schweiz vor derart brutalen Angriffen bislang verschont blieb, ist vor allem auch unter Juden Verunsicherung zu spüren. Judenhass und Rassismus gehen uns alle an – gestern, heute und morgen.

 

Gegen das Vergessen des Holocaust gibt der SIG Zeitzeugen eine Stimme. In einem Kurzfilm erzählen zwei Schweizer KZ-Überlebende eindrücklich, wie sie ihre Befreiung erlebt haben.

Zum Kurzfilm in Youtube

 

 

Die Jüdische, 26.01.2015