Anti-Kriegsaktivisten und 9/11-Verschwörungstheoretiker trafen sich in Teheran zu einer antizionistischen Konferenz

Von Medea Benjamin von Code Pink bis hin zum französischen Komiker Dieudonné M’bala M’bala.

Rosie Gray BuzzFeed-Mitarbeiterin

WASHINGTON — Iranischen Presseberichten und der Anti-Defamation League zufolge, trafen sich etliche amerikanische und europäische Anti-Kriegsaktivisten und Verschwörungstheoretiker in Teheran zu einer Konferenz, die sich mit der vermeintlichen zionistischen Kontrolle über die Vereinigten Staaten von Amerika befasste.

Wie berichtet wurde, waren die Code Pink-Mitbegründerin Medea Benjamin, der Journalist und vormalige Leugner des kambodschanischen Völkermords Gareth Porter, der Verschwörungsjournalist und 9/11-Verschwörungstheoretiker Wayne Madsen sowie der PressTV-Mitarbeiter Kevin Barrett bei der Konferenz vertreten.

Zu den weiteren Kongressteilnehmern, von denen berichtet wurde, zählen der antisemitische französische Komiker Dieudonné M’bala M’bala, dessen Auftritte in mehreren französischen Gerichtsbezirken verboten wurden, etliche Holocaust-Leugner sowie der ehemalige Kongressabgeordnete Mark Siljander, der sich 2010 schuldig bekannte, ein nicht registrierter Auslandsagent für eine islamische – der Regierung zufolge mit Terrorismus verbundene – Wohltätigkeitsorganisation gewesen zu sein.

Laut einem PressTV-Artikel über die Konferenz, hatte die Zusammenkunft „das Ziel, die Geheimnisse aufzudecken, die hinter der Dominanz der zionistischen Lobby über die Politik der USA und der EU stecken“. Vorsitzender der Konferenz war Nader Talebzadeh, ein Moderator des iranischen Staatsfernsehens, der zuvor eine Konferenz zu „Hollywoodismus“ als Reaktion auf den Film „Argo“ organisiert hatte.

Der Video-Bericht von PressTV vor Ort umfasst Interviews mit Porter, der auch bei seiner Rede an das Publikum gezeigt wird, mit Madsen sowie mit Art Olivier, einem ehemaligen kalifornischen Bürgermeister, der zu den 9/11-Verschwörungstheoretikern zählt.

Ursprünglich war die Konferenz noch unter dem vormaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad konzipiert worden. Irans Präsident Hassan Rohani widerrief jedoch die Konferenz 2013 im Zuge der weniger harten Haltung des Irans gegenüber dem Westen im Vorfeld der wiederaufgenommenen Gespräche über sein Atomprogramm.

Der ebenfalls vor Ort befindliche, ehemalige Beamte des Council on American Islamic Relations, Cyrus McGoldrick, postete Fotos rund um die Konferenz auf Instagram:

http://instagram.com/p/tiF9MsjeVE/?utm_source=partner&utm_medium=embed&utm_campaign=photo&modal=true

Zu den Podiumsthemen zählten laut Website der Konferenz: “Die Rolle des Mossad im 9/11-Staatsstreich” und “Die israelische Lobby versus den nationalen Interessen der USA (insbesondere in Bezug auf die Nahost-Politik)“.

 

 

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korrektur

Die ursprüngliche Beschreibung von Gareth Porter war hinsichtlich seiner derzeitigen Haltung zum kambodschanischen Völkermord nicht richtig angegeben worden. Das wurde geändert, um zu erwähnen, dass er seine vormalige Haltung dazu 2010 revidiert hatte. 2. Okt. 2014,  01:00 Uhr.