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Sukkot-das dritte Wahlfartsfest

 


 

 

 

 

 

 

Yudale kosher Restaurant


 

 

Juden feiern "Rosch Haschana“, das Neujahrsfest


 

 

 

Ein Koscherstempel für das Fleisch und für die Kunden?


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Your Ultimate Guide To The Laws And Customs Of Shavuot

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Todeslisten: Die Namen der deportierten Juden standen im Nazi-Amtsblatt


 

 

 

 

 

Austrian Presidency of the Council of the European Union


 


Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Antisemitismus? Skandal um umstrittene Arte-Doku über Israel zieht weitere Kreise – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27789280 ©2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The Gentleman from Austris stellt Bibi eine Frage mit ungeahnten Folgen

 

 



 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 

 

 


 

„Ich bin gemischte Rass und bohr mit in der Nas...“

Ein Fünfjähriger erlebt den Anschluss (12.März  1938)

Wolfgang Georg Fischer, Wien/London*

Genau genommen bin ich erst im Oktober 1938 fünf Jahre alt geworden!

Ich hatte zwar meinen vierten Geburtstag am 24. Oktober 1937 bereits erfolgreich hintermich gebracht, aber da ein vierjähriges Dichterfürstlein eher unglaubwürdig erscheint, postuliere ich ganz einfach, dass mein erstes Gedicht erst in meinem fünften Lebensjahr in die Annalen der österreichischen Protestliteratur gegen Hitler eingehen wird...!

(c) Landesarchiv- "Anschluss" Österreich

Meine frühreife Reimerei ist wohl einer Indiskretion  meiner Kinderfrau zu verdanken. Diese „Nanny“, wie ich sie nennen musste, hat wohl tiefere Einblicke in das Familienleben im zweiten Stock der Gründerzeitvilla in Pötzleinsdorf, Wien 18, Wurzingergasse 8, gehabt. Sie mag der stets neugierigen Milchfrau gegenüber das schicksalshafte Urteil über meinenneuen Status enthüllt haben – er ist gemischte Rass...! Nanny brachte aber auch stets die schon gefüllte Milchkanne mit einem zusätzlichen Viertel, das nicht zu bezahlen war, nachHause, als Dank der Milchfrau für die aufschlussreichen Tratschereien.

Im zweiten Stock angekommen, übergab Nanny die gefüllte Milchkanne unserer böhmakelnden Köchin, Maria Guss, die auch als Hausmeisterin der Mietvilla sowohl störende Gassenbuben als auch pinkelnde Hunde, die regelmäßig an der Betonsäule des Gartentores ihres Notdurft verrichteten, in Zaum hielt.

An der Hand meiner Nanny bin ich immer gerne beim Milchholen mitgegangen, weil ich auch von dieser neugierigen, aber herzensguten Frau, stets eine Scheibe Salami, einen Kanten Emmentaler oder eine Mannerschnitte direkt in den Mund gesteckt bekommen habe.

Bei einem dieser „Milch- und Mannerschnittenausflüge“ muss wohl das später so schicksalshafte Wort gefallen sein, das ihr vierjähriger Schützling aufgeschnappt hatte, gemischte Rass...!

Das ist nach dem „Anschluss“ mit Ausrufung der „Ostmark“ als Teil des unbesiegbaren germanischen „Altreiches“ geschehen.

Hitler hatte ja den begeistert tobenden Wienerinnen und Wienern am Heldenplatz prophezeit, dass diese Stadt für ihn eine Perle wäre, der er aber erst die würdige Fassung geben könne. Der größte Feldherr aller Zeiten (Gröfaz) hatte aus Wien die Gauhauptstadtdes Reichsgaues Wien gemacht, während er gleichzeitig aus Niederösterreich Niederdonau machte und Oberösterreich als Oberdonau heimholte, um das für Hitler so unerträgliche Schimpfwort „Österreich“ zu vermeiden.

Also, ich jetzt plötzlich: „Gemischte Rass...?“ Was ist das nur, mochte ich in kindlicher Naivität gedacht haben. Mein Vater ist doch nicht braun wie ein Spanier und meine Mutter nicht gelb wie eine japanische Geisha...!

Und doch, nach der Definitionsskala der berüchtigten Nürnberger Rassegesetze (1935) ist mein Vater nach dem „Anschluss“ sogenannter „Volljude“ geworden, obwohl er schon als Kind getauft worden wurde. In der Schottenkirche auf der Freyung wurden er und sein von  jüngerer Bruder Günther (später in Auschwitz ermordet) „stehend“ getauft worden war, wie man die Spende des Sakraments in der feinen Gesellschaft spöttisch nannte. Die zukünftigenrömisch-katholischen Judenbuben konnten ja die Taufe bereits stehend empfangen.

Im April 1938 haben meine Eltern die Gauhauptstadt fluchtartig verlassen müssen und sie sind, wie sich später herausstellte, in die falsche Richtung geflüchtet, nämlich in das benachbarte, damals noch neutrale Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, nach Jugoslawien.

Ich selbst aber bin später als Erstklassler auch in der Schule zum sogenannten „jüdischen Mischling ersten Grades“ (ein jüdischer Elternteil) degradiert worden und durfte laut Gesetz weder eine sogenannte Oberschule, wie das altehrwürdige humanistische Gymnasium neudeutsch genannt wurde, besuchen, noch an ein Studium denken, obwohl ichnicht nur der Beste meiner Klasse, in der Favoritner Volksschule (Knöllgasse), sondern sogar der „Schulbeste“ (Turnen und Singen ausgenommen) gewesen bin. Meine Nazi-Lehrerin in der dritten Klasse hat mich daher gerade in diesen Nebenfächern schikaniert. Ich sollte besser laufen als der schnellste Läufer musste solo vorsingen, während sie mich auf demHarmonium wie zur Strafe besonders laut begleitete. Aber auch die Aufnahme in die Hitlerjugend war mir verwehrt.

Rückblickend, war es ein Ritterschlag des Schicksals, kein HJ-Junge oder, horrible dictu, gar ein HJ-Führer gewesen zu sein. Damals jedoch balgten sich schon meine Klassenkameraden in nicht ungefährlichen sogenannten Geländespielen herum und ich beneidete meinen Schulbanknachbarn, wie er bei so einer HJ-Übung einen Mitschüler ungestraft eine volle Kracherl-Flasche über den Kopf schlagen durfte, bis es krachte.

Da hätte ich natürlich gerne mitgemacht.

„Off limits, for Jewish bastards of the first order“            

(meine Übersetzung des Begriffs jüdischer Mischling ersten Grades), vieles bleibt ab 12.März 1938 für diesen angeblich rassisch Minderwertigen bis zur Befreiung verboten und unzugänglich.                                                        

Die düsteren Zeiten für die Familie mit Arisierung der väterlichen Buchhandlung (Wilhelm Frick, Wien I, Graben 27), der Beschlagnahmung unserer Pötzleinsdorfer Wohnung durch den siegreich einmarschierten Legionär (Illegaler Nazi-Aktivist und Bombenwerfer), der denurgermanischen Namen Pawlikowski trug, mit Exil und KZ, werden noch kommen.                    

Mein Vater Heinrich (Harry) war noch nicht nach England geflüchtet, wo er sich freiwillig zur englischen Armee meldete und meine sogenannte „arische“ Mutter war noch nicht gegenihren Willen aus dem damals wie gesagt noch neutralen Königreich Jugoslawien 1940 mit mir zu ihren Eltern, meinen „arischen“ Großeltern, in die stolze Gauhauptstadt Wien, mein nunnaziverseuchter Geburtsort, zurückgekehrt.

Diese durch das Schicksal erzwungene unfreiwillige Heimreise von Zagreb über Graz, wo gerade an diesem Tag in einem Meer von Hakenkreuzfahnen ertrank, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Meine Mutter legte zwar behutsam ihre schützende Hand über meine Augen, aber ich sah durch ihre Finger trotzdem dieses wehende rote Hakenkreuzmeer.

Der Zweite Weltkrieg tobte bereits im zweiten Jahr, als wir noch rechtzeitig vor der amtlich befohlenen Führung eines braun eingebundenen Ahnenpasses zum Nachweis der arischen  Abstammung, die ich nicht bieten konnte, heimkehrten.
Dieser berüchtigte Ahnenpass war übrigens für die Anstellung jedes Lehrers oder Beamten Gesetz notwendig und dem Rest der Volksgenossinnen und Genossen von jedem Blockwart
und Ortsgruppenleiter nahegelegt worden.
Jetzt aber, im April 1938, spazierte ich noch an der Hand meiner Nanny durch die Pötzleinsdorfer Allee und sang so vor mich hin:
„Ich bin gemischte Rass und bohr mir in der Nas“

+Wolfgang Georg Fischer (* 24. Oktober 1933 in Wien) ist ein österreichischer Schriftsteller und Kunstexperte mit dem Spezialgebiet: Die Wiener Klassische Moderne mit Klimt, Kokoschka und Schiele.