Lili Marleen

Welturaufführung einer Erfolgsgeschichte- Ein Lied durchbricht die Fronten

Mit Manuela Seidl und Michael J. Mayer

Lili Marleen - Ein Lied durchbricht die Fronten

Drei Menschen

Zwei Kriege

Ein Lied

Die Schauspieler Manuela Seidl und Michael J. Mayer erzählen, spielen und singen die bewegte und bewegende Geschichte der Entstehung des bekanntesten Lieds des Zweiten Weltkriegs. Begleitet am Klavier von Gabor Rivo.

Dabei schlüpfen sie in viele Rollen, um das Entstehen des Soldatenliedes nachzuempfinden:

Der Hamburger Hans Leip kritzelt in einer verregneten Aprilnacht des Jahres 1915 ein paar Zeilen von einem Gedicht in sein Notizbuch. Wehmütig erinnert er sich dabei an zwei Geliebte, die er zurück lassen muss. Denn schon kurz danach muss er in den Ersten Weltkrieg ziehen.

Jahrzehnte bleibt sein „Lili Marleen“ unbeachtet, bis es plötzlich in dem Buch „Die kleine Hafenorgel“ veröffentlicht wird…

Danach wird es gleich zweimal vertont und von Lale Andersen, einer blonden Sängerin aus dem Norden Deutschlands vor Publikum vorgetragen.

Wieder vergehen einige Jahre bis „Lili Marleen“ als „Lied eines jungen Wachtpostens“ auf Schallplatte erscheint. Vertont von Norbert Schultze, der während der Nazi-Diktatur als Komponist Karriere macht.

Der Erfolg der Schallplatte bleibt jedoch aus. Erst 1941 wird sie vom deutschen Soldatensender Belgrad ausgestrahlt, weil man dort kaum deutsche Schallplatten hat. Als eine Botschaft an den Soldaten in der Fremde. Und nicht nur der Landser findet an der sehnsuchtsvollen Melodie Gefallen, auch die Kämpfenden auf der anderen Seite der Front finden sich in dem Lied wieder.

So wird „Lili“ zum Riesenerfolg auf der ganzen Welt und bald gibt es Versionen in vielen Sprachen. Und während der Millionenseller die Karriere des Komponisten Schultze  weiter befördert, beendet es beinahe die der Interpretin Lale Andersen für immer: sie wird inhaftiert, soll ins Konzentartionslager. In Ungnade gefallen - auch wegen der sentimentalen Botschaft des Liedes.

Und der Autor Hans Leip ist ohnehin auf „Tauchstation“ gegangen, lebt am Bodensee. Und er will mit dem Lied, dessen Text er geschrieben hat, nichts mehr zu tun haben.

Nach dem Fall der Nazi-Diktatur, 30 Jahre nach der Entstehung des Gedichtes,  erweist sich „Lili Marleen“ für das Kleeblatt Leip-Schultze-Andersen auch nicht nur als Glücksbringer…..

So zeigt diese historisch-musikalische Show nicht nur die kuriose Entstehungsgeschichte eines bekannten Liedes auf unterhaltsame Art, sondern auch wie unterschiedlich Künstler mit dem politischen Regime der Nazis umgingen.

Regie und Text: Marius Schiener

Aufführung: Heeresbekleidungsanstalt Brunn am Gebirge: vom 17.7. bis 1.8. 2015 um jeweils 20 Uhr jeden Freitag und Samstag

http://2015.viertelfestival-noe.at/de/lilimarleen/

 

Karten

Eintritt: 15 € / ermäßigt 12 €

 

Sonderermäßigung: Kommen Sie im passenden Gewand (20er-, 30erJahre),

und Sie erhalten die Karten um 1€ billiger!

 

Kartenvorverkauf:

Bürgerservice Brunn am Gebirge

+43-2236-31 601-100

gemeinde(at)brunnamgebirge.gv.at