Raketenangriff aus Syrien

Am späten Donnerstagabend (20.08.) wurden vier Raketen aus syrischem Gebiet abgefeuert. Sie schlugen im Norden Galiläas und in den Golanhöhen in Israel ein.

 

Es gibt vertrauenswürdige Informationen, dass der Angriff vom palästinensischen Islamischen Dschihad ausgeführt wurde und von einem iranischen Agenten namens Saeed Izaadhi ermöglicht wurde. Izaadhi führt die palästinensische Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarde an.

Am Freitag (21.08.) veröffentlichte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu folgende Erklärung zum Angriff: "Ich habe diese Woche gesagt, dass wir demjenigen, der versucht, uns anzugreifen, Schaden zufügen würden. Genau dies haben wir getan. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte [IDF] sind gegen die Zelle, die den Raketenbeschuss ausgeführt hat, und die syrischen Streitkräfte, die dies ermöglicht haben, vorgegangen. Wir haben kein Interesse daran, dass die Ereignisse eskalieren, aber unsere Richtlinie ändert sich nicht. Jene Länder, welche es nicht abwarten können, Iran in ihrer Mitte willkommen zu heißen, sollten wissen, dass es ein iranischer Kommandant war, der die Zelle, welche auf Israel gefeuert hat, angeleitet und unterstützt hat".

UN-Botschafter Ron Prosor sagte am Freitag zu dem Raketenangriff aus Syrien: "Diese Angriffe sind eine unverhohlene Verletzung des Abkommens von 1974 zur Trennung der Streitkräfte. Die Regierung Israels macht Syrien für diesen Angriff und alle weiteren Angriffe, die von Syriens Gebiet ausgehen, verantwortlich. Die Regierung Israels macht Iran für die Koordinierung dieses Angriffs verantwortlich.

Die Tinte auf dem Atomabkommen mit Iran ist noch nicht einmal getrocknet, doch Iran hat bereits klar gezeigt, dass er damit fortfahren wird, die Region zu destabilisieren. Diese Taten sind ein deutlicher Verstoß gegen die Resolution 1373 des UN-Sicherheitsrates und andere verpflichtende UN-Beschlüsse. Sie liefern einen klaren Hinweis dafür, dass man Iran nicht glauben kann, dass er seinen Verpflichtungen, die im Atomabkommen und in der Resolution 2231 festgehalten sind, nachkommen wird [...]".

(Außenministerium/Medienberater des Ministerpräsidenten, 20./21.08.15)