Oh ISIS und O…bama – ein weiteres bitteres Lehrstück für Israel

Von Ernst M. Stern

 

Können oder wollen sie nicht kapieren? Angesichts des Vormarsches der im Stil der SS massenmordenden sunnitischen „Gotteskrieger“ von ISIS im Irak und in Syrien reagieren die westlichen Demokratien wieder einmal hilf – und ideenlos mit dem, was sie als „Diplomatie“ zu bezeichnen belieben. In den Regierungen  Europas und den USA kalkuliert man offenbar mit dem religionsgeschichtlich und politisch motivierten Hass zwischen Sunniten und Schiiten und hofft darauf, dass die Kurden sowie eilig zusammengetrommelte schiitische Milizen es schon „richten“ werden, nachdem die von den USA geschaffene und ausgebildete Armee des Irak sich in Scharen aufgelöst und verflüchtigt  hat.

Was der „Westen“ nicht kapiert oder wovor er geflissentlich die Augen verschließt? Den islamistischen „Milizen“ und ihren Finanziers geht es um eine radikale „Neuordnung“ des Nahen Ostens, und das schließt als Endziel den jüdischen Staat mit ein!

Mittlerweile hat der Vormarsch der ISIS bereits Bagdad und die Grenze Jordaniens erreicht, kontrollieren deren Verbände bereits weite Gebiete und Grenzübergänge Syriens. Was tut der Herr im Weißen Haus?  Er zieht es vor, unverbindlich kluge Statements zu formulieren und  ansonsten den Rest seinem Außenminister zu überlassen. Wenn die Sache wenigstens ein Gutes hat, dann die bittere Erkenntnis, was Israel sich von dieser Seite an Hilfe erwarten darf, wenn die Einkreisung durch islamistische Fanatiker einmal abgeschlossen ist…

In Europa und den USA klammert man sich offensichtlich an die strategische Hoffnung, dass die Al Quaida, ISIS, Al Nusra – Front, Djihad Islamie, Taliban,Hamas, Moslembrüder, Salafisten, Hisbollah, Al Shahab, Boko Haram, Wahabiten, Sunniten, Schiiten, wo auch  immer sie ihr Unwesen treiben, einander so spinnefeind sind, dass sie am Ende lieber gegeneinander als gegen die verhasste westliche Zivilisation und deren Lebensstil kämpfen. Und ergo dessen keine wirklich nachhaltige Gefahr darstellen. Terroranschläge von Moslems in europäischen Metropolen werden nur allzu bereitwillig in die Kategorie „fanatisierte Einzeltäter“ eingereiht und politisch rasch abgehakt.

Dabei wird nur eines geflissentlich übersehen: Die Wurzel und  wahrer gemeinsamer Nenner all dieser islamistischen Terrororganisationen ist weniger die Abneigung gegen westliche Kultur und Politik. Es ist vielmehr und primär der unversöhnliche Hass auf das Judentum im allgemeinen und den Staat Israel im ganz speziellen. Wenn sie die Chance gekommen sehen, werden sich die konkurrierenden Terroristenvereine  sehr rasch wieder einig sein und unter dem Motto „Islamisten aller Länder, vereinigt euch!“ das zu vollenden versuchen, woran arabische Armeen in einigen Kriegen gescheitert sind.

Teheran, Mossul, Bagdad, Damaskus, vielleicht auch bald Amman und Beirut sind für diese Todfeinde des Judentums nur Etappenziele  auf ihrem Marsch nach Jerusalem. Die jämmerlichen Versuche der Europäer und der Vereinigten Staaten, der Gefahr für ihre eigenen Territorien und Absatzmärkte Herr zu werden, kosten die Chefs der Terrororganisationen lediglich verächtliche Lacher, da sie die politisch/militärische Impotenz des „Westens“ nur allzu realistisch beurteilen.

Unverändert gültig ist der Grundsatz, dass man ihnen sowie arabischen Potentaten lediglich aus einer Position militärischer Stärke auf Augenhöhe begegnen kann und (NUR) dafür auch zumindest respektiert wird. Israels Politiker, sowohl „Falken“ als auch friedensbewegte „Tauben“ dürfen diese Erkenntnis, die schon Israels Gründergeneration mit Erfolg beherzigte, niemals, niemals, außer Acht lassen.