IS bekämpfen, Hamas verdrängen

Beim Gipfel gegen Hass in Wien blieb vieles unklar

 

Claudia Dantschke, Thomas Schmidinger, Carla Amina Baghajati, Gudrun Harrer (von links)

Am Dienstag, den 14.10 fand im Wiener Innenministerium ein Gipfel „gegen Hass und Hetze“ statt. Dabei ging es um sogenannte „Hate Crimes“ , Foreign Fighter- Prävention und Online-Radikalisierung. ExpertInnen und Organisationen der Zivilgesellschaft sollten neue Lösungsansätze diskutieren.

Es gelte gegen Dschihadismus aufzutreten, "Generalverdacht" gegen den Islam wäre falsch, sagten am Dienstag Gastgeberin und Innenministerin Johanna Mikl Leitner , Justizminister Brandstetter und Außenminister Sebastian Kurz unisono beim "Gipfel gegen Hass" in Wien. Am Nachmittag bei einem Workshop, unter der Leitung der "Nahostexpertin"Gudrun Harrer, hörte sich dies ein wenig anders an.

Wie die "Islamische Glaubensgemeinschaft" mit Hetzpredigern wie Adnan Ibrahim von der Schura-Moschee in Wien Leopoldstadt umgehe, wollte ein Vertreter der jüdischen Gemeinde wissen. Die Sprecherin der Glaubensgemeinschaft Carla Amina Baghajati, verteidigte den Hetzprediger Ibrahim und bezeichnete ihn als "liberal". Adnan Ibrahim hatte in einer von MEMRI (Middle East Research Institute) dokumentierten Predigt die IS (Islamischer Staat) für die Tötung von Muslimen kritisiert, aber im selben Atemzug die Hamas dafür gelobt, dass diese "Ungläubige" mordet. Der Prediger hätte sogar eine "Fürbitte" für einen israelischen Soldaten gehalten, so Carla Amina Baghajati. Der Soldat für den Adnan Ibrahim seine Fürbitte sprach, ist ein Pilot der israelischen Luftwaffe, der den Dienst verweigerte.

Beteuerungen über das angeblich so gute Klima, zwischen der jüdischen Gemeinde in Wien und der monopolartig hofierten "Islamischen Glaubensgemeinschaft", ist eine Fata Morgana. Zwar saß der Chef  der jüdischen Gemeinde neben Wiens oberstem Muslimvertreter ,von Herzlichkeit im Dialog war wenig zu spüren.

Es ging bei der "Enquete" am Dienstag um den "Islamischen Staat" vulgo IS, der Schrecken und Mord verbreitet. Das Netzwerk der Hamas in Wien wurde dabei gerne ausgeklammert. Reicht dieses Netzwerk der Muslimbrüder bis ins Herz der Islamischen Glaubensgemeinschaft? Österreichs politische Elite wandelt mit Scheuklappen vorbei an der Wirklichkeit und ignoriert dadurch den Terror, der in Österreich längst Fuß gefasst hat.