Österreichs Kickernachwuchs - Keine Özils oder  Khediras, sondern Bushidos?

 von Samuel Laster

 

Die Nachwuchsmannschaft des Fußballklubs Bischofshofen ist an den antisemitischen Übergriffen an Spielern von Maccabi Haifa beteiligt. In Salzburg Land und im restlichen Österreich wird so etwas gern vertuscht.

 

„Wir wollten die jungen Spieler verteidigen“, schrieb Yossi Benayoun in einer Erklärung an die Fans. Die Spieler von Maccabi Haifa wurden von etwa 25 Hooligans angegriffen, die meisten davon dürften einen türkischen „Migrationshintergrund“ haben. Die Maccabi-Spieler wie Dekel Keinan oder Viam Amashe nahmen den Clubnamen sehr wörtlich und zeigten seltene Kung-Fu-Kampfkunst. Ein Spieler und ein Funktionär wurden leicht verletzt. Es dürfte sich um Prellungen handeln.

Die anwesende Polizei nahm niemanden fest, denn die Verdächtigen haben alle ihren „ordentlichen Wohnsitz“ im Bezirk St. Johann im Pongau, Salzburg-Land. Nun wurde gegen 10 Personen Anzeige erstattet, es geht um Körperverletzung und Störung der Ordnung, wie uns ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigte. Auch wegen Nötigung und Verhetzung werde ermittelt, heißt es.

 

Erst als es internationales Aufsehen gab, wurde Österreichs Politik wach und gab mehr oder weniger feierliche Erklärungen gegen Antisemitismus ab. Österreichs Bundeskanzler erkannte dringenden Handlungsbedarf und veranstaltet deshalb einen „Krisengipfel“ am 25. August. Dazwischen ist Urlaub. Faymann möchte mit dem Wiener Kardinal, dem Chef der jüdischen Gemeinde in Wien (der zurzeit mit seiner Familie im heiligen Land Tirol urlaubt) und Omar Al-Rawi reden. Letzterer gehört der Glaubensrichtung der Sozialdemokratie an und ist Nebenerwerbs-Moslembruder.

Der Angriff erfolgte am 23.7 in der 85. Minute und machte weltweit Schlagzeilen. Am letzten Samstag besiegte Maccabi Haifa den Aufsteiger der deutschen Bundesliga, Paderborn, mit 2:1.  Neuerwerbung Idrissu konnte erstmals überzeugen. Die Mannschaft in Grün wurde am Sonntag von den Fans herzlich am Flughafen in Tel Aviv begrüßt. „Ihr seid meine Helden“, sagte einer der Fans.

Auch Österreichs Nachwuchskicker hätten sich einen anderen Ruf als den der „Rowdys von Bischofshofen“ verdient. Es muss und wird Konsequenzen geben. Die Nachwuchsarbeit hat hier offenbar komplett versagt. Es sollten die besten Trainer den Nachwuchs trainieren und „nebenbei“ Menschen mit Werten formen.