Heroisches Comeback von Maccabi Tel Aviv kam zu spät


FC Basel steigt in die nächste Runde der CL-Quali auf
Maccabi Tel Aviv - FC Basel 3:3 (2:3) (Hinspiel: 0:1)

von Samuel Laster

Tore: 0:1 Schär (5./Foulelfer), 0:2 Salah (21.), 0:3 Diaz (31.), 1:3 Schär (34./Eigentor), 2:3 Zahavi (36.), 3:3 Radi (54.)



Mit dem 1:0 vom Hinspiel im Rücken kam Basel sehr gut ins Spiel. In der vierten Minute wurde nach einem Foul von
Shiran Yeini ein Elfer gegen Tel Aviv verhängt, den Fabian Schär in der 5:Minute trocken verwandelte.


Salah traf in Minute 21. und machte eine abfällige Handbewegung zum Publikum, das den Ägypter nicht sehr freundlich begrüsste und bei jeder Ballberührung Salahs pfiff. Der Ägypter musste erst zum Antreten im Bloomfield-Stadion "überredet" werden. In der 31. Minute traf Marcelo Diaz sehenswert mit dem Aussenrist zum 3:0, der Pass kam von Streller.
In der 34. fälschte Schär einen Schuss von Barak Itzchaki ins eigene Tor ab, in der 36. Minute traf Eran Zahavi gar zum 2:3.


Als Maharan Radi in der 54. Minute volley aus 16 Metern traf schien Maccabi der Sensation nahe, eine heroische Leistung Maccabis wurde letzten Endes nicht belohnt. Die Routine und Abgeklärtheit waren eher auf Seiten des FC Basel. Maccabi Tel Aviv steigt nun in die vierte Qualifikationsrunde für die Europa-Liga ein.

Bloomfield Stadion Yaffo,  13,100 ZuschauerInnen  Schiedsrichter : Clément Turpin


 

Israel, das Land der unerfüllten Fußballhoffnung oder warum Israel einen besseren Fußball hat, als es die Ergebnisse erahnen lassen

 

von Samuel Laster


Am Ende fehlt, wie so oft, das letzte Quäntchen Abgebrühtheit: Es war am Freitag in der 93. Minute, als Tormann Dudu Awat einen Jahrhundertfehler machte und Portugal der sehr, sehr glückliche Treffer zum 3:3 gelang. Die Männer um Ben Ayoun und Co. wurden wieder einmal unter Wert geschlagen. Die israelische „Nivcheret“ (Auswahl), die noch in der 70. Minute 3:1 führte (!), hat jedoch kommenden Dienstag gegen Nordirland noch eine allerletzte Chance sich für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zu qualifizieren.

 


Die letzten 16 Jahre schrammte Israel immer wieder knapp an Qualifikationsturnieren für EURO und Mundial vorbei. Seit der WM in Mexiko 1970 sind Israels Kicker international zweitklassig. Ein Rang 20 in der FIFA – Wertung, soviel wert wie die goldene Himbeere. Trotz guter Jugendarbeit fehlt die Nachhaltigkeit. Früher waren Berkovicz und Revivo als Leistungsträger unverzichtbar, heute ist Yossi Benayoun (aktuell bei Chelsea) scheinbar nicht zu ersetzen.
Die Liste der „Botschafter“ in Europa wird immer länger, falsche Karriereplanung und schwankende Leistungen inklusive. Maor Melikson und Chancentod Itay Shechter (der formell immer noch dem FC Kaiserslautern gehört) sind negative und Tomer Chemed von Mallorca ist eines der wenigen positiven Beispiele. Es fehlt letztendlich an den letzten zehn Prozent Professionalität/Entschlossenheit, etwas das aber mit Erfahrung, Beharrlichkeit und auch Gelassenheit zu meistern wäre. Israels Medien arbeiten hierfür leider kontraproduktiv. Anfangs zwar immer himmelhochjauchzend, später aber meist zu Tode betrübt – üben sie mit ihrer am Ende vernichtenden Kritik enormen Druck aus und tun damit dem israelischen Fußball nichts Gutes.

 

 

 


 

 

Israel wird spät belohnt

Nordirland - Israel 0:2
Die Gäste hatten lange Zeit ihre Mühe und Not, ehe Lior Refaelov und Eden Ben Basat spät für drei Punkte sorgten.


Israel bleibt in der Gruppe F der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft nach einem 2:0-Sieg gegen Nordirland auf dem zweiten Rang.

Nach dem unglücklichen 3:3 gegen Portugal am Freitag hatte sich Israel im Windsor Park eine Menge vorgenommen, doch erst in der Schlussphase durfte man nach den Treffern von Lior Refaelov und Eden Ben Basat jubeln.



In der ersten Halbzeit hatte Itay Shechter die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Danach waren die Nordiren am Drücker und hätten in Führung gehen müssen, jedoch scheiterte Steven Davis aus kurzer Distanz an Torwart Dudu Aouate.

Nach dem Seitenwechsel war Israel wieder spielbestimmend. Maor Melikson ließ aber frei vor dem Tor eine dicke Möglichkeit liegen und allmählich ließ man die Hausherren wieder in die Partie zurückkommen, so dass diese in Person von Davis eine gute Chance bekamen.



Letztendlich konnte Israel die Partie doch für sich entscheiden, auch wenn die Treffer erst in der Schlussphase fielen. Refaelov besorgte nach einer starken Einzelleistung das 1:0 und anschließend war es Shechter, der mit der guten Vorarbeit für Eden Ben Basat den 2:0-Endstand ebnete.

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