Österreichischer Imam will Israel von der Landkarte löschen

Al Quds Tag in Wien- Imam fordert Zerstörung des „zionistischen Regimes“ vor laufender TV-Kamera

von Samuel Laster (Text und Fotos)

 

Vater in Uniform, Kind in Uniform

Um 16.30 ging es los. Etwa 700 Menschen setzen sich in Bewegung. Die Hitze und der Fastenmonat Ramadan schwächten die TeilnehmerInnen erheblich . Einer der  Organisatoren erzählte dem iranischen Sender IRIB  von der „Verantwortung gegenüber den Palästinensern“.  Slogans wie „Zionismus ist Faschismus“ wurden skandiert . Der Marsch ging nur 100 Meter Luftlinie von Wiens größter Synagoge entfernt los. Am Nachmittag des Schabbat eine klare Provokation.

Bei der Demonstration waren Viele Kinder, Imame, viele Iraner, sowie  „Residenten“ (iranische Geheimdienstoffiziere) dabei… Der Anteil der Schiiten war geschätzte 95%. Ein Österreicher der einst zum Imam mutierte sprach zu TV –Wien Aktuell des ORF von einer Vernichtung des zionistischen „Regimes“ die es zu erreichen gelte. Er hätte nichts gegen Juden, fügte der schiitische Geistliche und Mitglied des Schurarates Erich Waldmann vom „Palästinakomitee“ pflichtbewusst hinzu.

 

Imam Muhammad Erich Waldmann

Im Flugblatt zur Demo wurde Israel die Gründung der IS zugeschrieben, in Parolen gar Israel mit der IS gleichgesetzt. Am Freitag tauchte als Ankündigung der „Al Quds-Demo“ eine Karikatur in Facebook auf, in der zum Mord an Juden aufgerufen wurde. Wenige Stunden danach verschwand die zur Hetze aufrufende  Abbildung vom Netz.

Der Verfassungsschutz in Wien ermittelt dazu, alle Parteien distanzierten sich in Wien von den Aufrufen zur Vernichtung Israels. Bei der Demo ist die Leidenschaft gering, es scheinen Lippenbekenntnisse rituell skandiert zu werden. Gegen Schluss tauchten Pamphlete in Hizbollah-gelber Farbe auf . „Wir stehen zu unserem Eid“ stand darauf zu lesen. Die Organisatoren behaupteten die Gruppe „des Eides“ nicht zu kennen.

Am Stephansplatz demonstrierte gleichzeitig eine bunte Plattform israelsolidarischer Gruppen gegen den Al Quds Tag , darunter auch die der Missionierung nahestehende Gruppe „Christen an der Seite Israels“ und radikale „Antinationale Kommunisten“ , die Israel als Metapher ihrer Wünsche an die politische Utopie betrachten, insgesamt etwa 150 Menschen.  Wie konnte die „Al Quds“-Demo in Wien überhaupt stattfinden? Wie wird die Innenministerin Mikl Leitner auf die Hetze gegen Israel und Juden reagieren? …