Staatspräsident Rivlin bei der "Israel Business Conference"

Staatspräsident Reuven Rivlin hat an der von der Wirtschaftszeitung Globes organisierten „Israel Business Conference“ teilgenommen.

Im Gespräch mit dem Chefredakteur der Zeitung, Guy Rolnik, sprach Rivlin unter anderem über die anstehenden Neuwahlen. Er sagte: „Ich hoffe, dass sich hinsichtlich des Wählervotums nicht das wiederholt, was schon einmal geschehen ist. Ich befürchte, dass Teile der Öffentlichkeit nicht zur Wahl gehen werden, weil sie das Vertrauen verloren haben. Ich hoffe aber sehr, dass jede und jeder zur Wahl geht.“
 


Weiter sagte der Staatspräsident: „Auch die politisch Verantwortlichen müssen verstehen, dass wir uns wieder verstärkt den zentralen Wählerblöcken zuwenden müssen, wenn wir eine stabile Regierung und die Fähigkeit erlangen wollen, schwierige Entscheidungen zu treffen. Die Wahlen werfen immer die gleiche Frage auf: Sicherheit oder Gesellschaft, aber heute müssen wir für beides eine Lösung finden, es geht nicht mehr um ein „entweder-oder“. Die sozialen Proteste haben einen nie zuvor gesehenen Wechsel von 57 Abgeordneten des Parlaments verursacht, und das ist eine klare Botschaft.

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Auf die Frage, inwiefern sich seine Ansichten seit Amtsantritt geändert haben, sagte Rivlin: „Ich war und bleibe ein Schüler Jabotinskys, das Bildungssystem, in dem ich erzogen wurde, war geprägt von Herut und Likud. Ich kann wiederholen, was ich schon früher immer wieder gesagt habe. Juden und Araber sind nicht dazu verflucht zusammenzuleben, sondern dafür bestimmt. Als Jude und Zionist glaube ich fest an den jüdischen Staat, der demokratisch sein und gemäß dem Willen der Mehrheit regiert werden muss. Was ich heute sage, habe ich schon vor Jahren gesagt, und alle die mich kennen, wissen dies.“

(Präsidialamt, 07.12.14)