Gloriose politische Einsamkeit?

Ein Kommentar von Samuel Laster

Als im Jahr 1985 die gedungenen Mörder des Terrorunternehmers Abu Nidal in Wien am Flughafen ihr Mordwerk verrichteten, gab es sehr schnell die Forderung nach einer Sonderabfertigung für EL AL Passagiere. Wenige Wochen danach war es soweit,  Kreisky war zwei Jahre zuvor abgetreten, Österreichs Israel-feindliche Grundlinie blieb als Staatsräson.

Daran musste der Autor denken als am Dienstag viele Fluggesellschaften ihre Flüge nach Israel strichen, nachdem die US-Luftaufsichtsbehörde dies anordnete.

 

EL AL 

Israel hat die EL  AL und eine sehr große innere Geschlossenheit und Stärke in solchen Situationen. So sehr politisch diesmal etwas mehr Verständnis für Israel Vorgehen vorhanden ist, so sehr ist diese Entscheidung auch diesmal eine Erinnerung daran, dass Israel letztendlich nur auf die eigene Stärke bauen kann. Dies ist nüchtern und klar zur Kenntnis zu nehmen.

 

Nur wenige zeigen offen ihre Solidarität, wie beispielsweise der ehemalige Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, der ankündigte mit  EL AL  nach Tel Aviv fliegen zu wollen und die US-Behörden aufforderte das Flugverbot aufzuheben. Verständnis wird meist nur hinter geschlossenen Türen und bei abgeschalteten Mikrofonen geäußert, die Realität findet aber woanders statt.

 

Israel wird wieder einmal den Krieg gewinnen, die Situation danach kann die Regierung Netanyahus mit "Bogie" Ya’alon nicht zurechtbiegen. Dies ist Risiko und Chance zugleich. An den EU-Regierungen und den USA liegt es ein wenig Verständnis für das Sicherheitsbedürfnis der israelischen Bürger aufzubringen. Eine Sperre der Reisehauptschlagader des Landes – seiner so gut wie der einzigen! - ist da ein falsches Signal und belohnt den Terror auf merkwürdige Art.

 

EL AL - Always here, always will be