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Peter Menasse und Danielle Spera im "Burgtheater*"

 Samuel Laster 

Liberalität und Diskurs - Die Ösi-Version 

Es war ein kalter Novemberabend. Die Fußballarbeiter von Hapoel warengerade dabei die Werktätigen von Rapid im Ernst Happel Stadion mit 3:0 zu zerlegen. Im Kreiskyforum scharrte sich zur selben Zeit eine kleine illustre Runde um Avraham Burg am Kamin.

Eingeladen hatte die "NU"-Redaktion, die sich auch eine "jüdische Zeitschrift" nennt. Mit im trauten Zusammensein Danielle Spera, inzwischen Direktorin des Jüdischen Museums in Wien.

Der Torhüter des Diskurses um jüdischen Selbsthass ist Peter Menasse, PR-Mann im Solde der sich in Position bringenden und wieder dementierenden Mullah-Partnerfirma OMV und Chefredakteur der Gefälligkeitszeitung "NU".

Als die Bildungsministerin Claudia Schmied im Stadttheater Wallfischgasse sich in "Israelkritik" der übelsten Sorte verhedderte verbot Moderator Peter Menasse kurzerhand die geplante Publikumsdiskussion im Anschluss.

Avraham Burgs neues Buch ("Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss") wäre eine "interessante Diskussion", findet Danielle Spera bei der Pressekonferenz ihrer Ernennung als Direktorin des Jüdischen Museums Wien.

Die Leiterin des Kreiskyforums Auer schnaubt den Autor am Telefon an, als sie auf die Veranstaltung mit Burg angesprochen wird. Ihr Programm würde sie nur mit ihrem Vorstand diskutieren, so Auer.

Bruno Kreisky hatte eine bestimmte Funktion die leider auch jüdischen Selbsthass inkludierte. Die Karrieremacher von heute wie Danielle Spera oder der politisch-wirtschaftliche Gunstgewerbler Menasse spielen das Spiel zynisch und/oder wissentlich mit.

Sozialdemokratische Stadtpolitiker wie Renate Brauner oder Kulturstadtrat Mailath-Pokorny belohnen soviel Anpassungsfähigkeit mit Posten.

So soll eben der OMV bewerbende Peter Menasse, die PR-Geschicke des Jüdischen Museums der Stadt Wien leiten. Leider ist "jüdisch" keine geschützte Bezeichnung.

Ich kann nur kurz anmerken, dass dies nicht in meinem Namen passiert.

*Josef Burg, Vater von Avrahm Burg, 27 Jahre lang Innenminister in Israel. Seine Art des Politikmachens ging als "Burgtheater" in die Geschichte ein. Der Apfel fiel bei den Burgs allerdings ganz weit vom Stamm.

Bild oben: Peter Menasse, PR-Mann mit Auftrag der OMV
Bild mitte: Avrum Burg, der Apfel...
Bild unten: Danielle Spera,Direktorin ab Juni 2010...


 

"die jüdische" 05.12.2009 18:30